Lebensmittelallergien in der Familie – die 14 Allergene und die Essensplanung
Kurze Antwort
In der Europäischen Union müssen 14 Allergene im Zutatenverzeichnis immer hervorgehoben werden: glutenhaltiges Getreide, Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Soja, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Sulphite, Lupinen und Weichtiere. Gibt es im Haushalt eine Allergie, wählt ihr am besten Gerichte für alle, lest immer das Etikett und folgt den ärztlichen Vorgaben.
Wenn jemand in der Familie eine Lebensmittelallergie hat, braucht jede Mahlzeit mehr Aufmerksamkeit. Dieser Ratgeber fasst zusammen, was die europäischen Vorschriften zur Kennzeichnung vorsehen, und gibt einige praktische Regeln für die Menüplanung. Er ersetzt nicht den ärztlichen Rat.
Die 14 Allergene, die immer angegeben werden müssen
Die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 nennt in Anhang II die Stoffe, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen und im Zutatenverzeichnis hervorgehoben werden müssen:
- glutenhaltiges Getreide
- Krebstiere
- Eier
- Fische
- Erdnüsse
- Sojabohnen
- Milch
- Schalenfrüchte
- Sellerie
- Senf
- Sesamsamen
- Schwefeldioxid und Sulphite
- Lupinen
- Weichtiere
Für einige Einträge gelten genaue Ausnahmen (zum Beispiel bestimmte raffinierte Erzeugnisse): Für die Einzelheiten ist der Text der Verordnung maßgeblich.
Lest jedes Mal das Etikett
Rezepturen ändern sich. Auch ein Produkt, das ihr oft kauft, solltet ihr erneut prüfen: Im Zutatenverzeichnis sind die Allergene hervorgehoben, zum Beispiel fett gedruckt.
Ein Menü für alle
Zwei verschiedene Menüs zu kochen ist anstrengend und erhöht das Risiko von Fehlern. Wählt nach Möglichkeit Gerichte, die alle essen können, und bereitet nur das Nötige getrennt zu. Notiert die Allergie jeder Person an einem Ort, den die ganze Familie sieht.
Achtet auf Kreuzkontamination in der Küche
Verwendet saubere Schneidebretter, Küchenutensilien und Töpfe und bereitet das Gericht für die Person mit Allergie zuerst zu. Bewahrt riskante Lebensmittel in geschlossenen, beschrifteten Behältern auf.
So geht es mit Sunny Family
In Sunny Family gebt ihr für jede Person Allergien, Unverträglichkeiten und Ernährungsweise an: Die Gerichte im Menü berücksichtigen sie für die ganze Familie. Gesundheitsdaten werden nur mit eurer ausdrücklichen Einwilligung gespeichert und lassen sich jederzeit löschen.
Häufige Fragen
Kann eine App bei einer Allergie den ärztlichen Rat ersetzen?
Nein. Diagnose, zu meidende Lebensmittel und das Vorgehen bei einer Reaktion legt die Ärztin oder der Arzt fest, auch in der Allergologie. Eine App hilft nur, die Mahlzeiten nach diesen Vorgaben zu organisieren.
Gilt die Liste der 14 Allergene auch im Restaurant?
Ja, die EU-Verordnung verlangt Angaben zu Allergenen auch für nicht vorverpackte Lebensmittel, zum Beispiel in Restaurants und Kantinen.
Quellen
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang II
- Europäische Kommission, „Allergies“
Die Ratgeber geben allgemeine Informationen und ersetzen nicht den Rat von Ärztin, Arzt oder Ernährungsberatung.